Der unverstellte Blick über den Talkesssel von Stuttgart hinaus – aus einer Architekturikone der 60er Jahre heraus – das ist das Versprechen dieses privaten Hallenbads. Die Renovierung erfolgte zeitversetzt in zwei Schritten. Erst wurde die Technik auf Vordermann gebracht, dann auch das Becken und der Wellnessbereich drumherum. Das Betonbecken wurde für die Technik (Scheinwerfer etc.) durchbrochen und neu abgedichtet, dann verspachtelt und verputzt. Zuletzt wurde eine Kunststofbeschichtung aufgeflammt – eine Technik, die sich gerade bei angejahrten Betonbecken bewährt hat. Der Stuttgarter Architekt Peter Serve überplante den Raum behutsam, ließ neue Fenster setzen und schaffte damit eine luftige und lichte Raumwirkung – die zeit-charakteristische Poolbar hat er erhalten und damit den Charme der Hallenbäder aus dieser Zeit. Sie waren Staussymbole des Wirtschafswunders, viele davon sind verschwunden. Der Architekt hat dieses Bad modern interpretiert. Ein Beispiel wie Architektur und zeitgemäße Schwimmbadtechnik von Kissel so einer Ikone neues Leben einhauchen.